Relitag der Karlschule in St. Johann

Dieses Jahr stand der Religionstag unter dem Thema: Der Auszug aus Ägypten

Ursprünglich willkommen und geschätzt, gerieten die Verdienste des Volkes Israel in Ägypten in Vergessenheit und die ständig wachsende Menge der „ Fremden“ machte den Menschen Angst. Und so begannen sie die Israeliten immer mehr zu unterdrücken. Am Ende waren sie Sklaven, die bitteren Frondienst leisten mussten. Sogar vor massenhaftem Kindsmord schreckten die Ägypter in ihrer Angst nicht zurück.

In einer Spielrunde konnten die Kinder erahnen, wie anstrengend die körperliche Arbeit gewesen sein muss und wie bitter es ist, wenn einem jegliche Selbstbestimmung und Respekt genommen wird.

Auf einem Plakat hielten die Kinder gemeinsam fest, wie die Menschen des Volkes Israel sich gefühlt haben und welche Sehnsüchte sie hatten

Gott hat sein Volk nicht vergessen und ihre Klagen erhört. Durch Gottes Schutz entgeht Moses dem befohlenen Mord aller erstgeborenen Jungen und wächst geschützt am Hof des Pharao auf. Eines Tages will er die Menschen kennenlernen, von denen er abstammt. Tief erschrocken über die Brutalität und Erbarmungslosigkeit, mit der das Volk Israel unterdrückt wird, erschlägt er einen der Aufseher und flieht in die Wüste. Dort lässt er alles hinter sich und beginnt ein völlig neues Leben. Im brennenden Dornbusch begegnet er Gott und erfährt, dass Gott ihn ausersehen hat, sein Volk aus Ägypten aus der Sklaverei in das gelobte Land zu führen

Die Kinder gestalteten ein Dornbusch- Mandala, das dann auf Glas geklebt wurde. So entstand ein stimmungsvolles Windlicht, das sie zur Erinnerung mitnehmen konnten.

Natürlich ließ sich der Pharao nicht so einfach auf diesen Vorschlag ein. Nach jeder neuen Weigerung schickt Gott eine neue Plage, um den Pharao in die Knie zu zwingen und seine Macht zu zeigen. Am Ende lässt der Pharao das Volk ziehen.

Durch eine Rallye durch Altenessen lernen die Kinder die Geschichte der Wanderung des Volkes Israel und die besonderen Herausforderungen durch die Wüste kennen.

Am Ende steht das gemeinsame Passahfest, mit dem die Juden bis heute an das segensreiche Wirken Gottes erinnern. Die Kinder erfahren hier, dass Jesus dem Passahmahl eine neue und tiefere Bedeutung gegeben hat: In der Eucharistiefeier dürfen wir eins werden mit Gott und uns daran erinnern, dass Jesus sich für uns geopfert hat, um uns der grenzenlosen Liebe Gottes zu vergewissern. Diese Liebe ist größer als die Sünde, ja selbst stärker als der Tod.

Ungesäuertes Brot - keine Zeit, das Brot aufgehen zu lassen- soll an den eiligen Aufbruch erinnern und bittere Kräuter an die bittere Zeit der Sklaverei in Ägypten.